"Hände weg vom Isebek" fordert die gleichnamige Eimsbütteler Bürgerinitiative, seitdem Politiker Pläne zu einer groß angelegten Umgestaltung des Geländes am Isebekkanal vorgelegt haben (wir berichteten). Nun haben sie einen weiteren Etappensieg errungen: Die Initiative teilte mit, dass sie mehr als 10 000 Unterschriften zur Schaffung eines "Isebek-Parks" gesammelt hat. Falls die Unterschriften gültig sind, wird es in Eimsbüttel wohl bald einen Bürgerentscheid zum Thema Isebek geben.
"Das ist ein überzeugendes Votum für die Einrichtung eines Isebek-Parks, meint Harald Duchrow, Sprecher der Bürgerinitiative. Für ihn wäre dieser Park eine "öffentliche Grün- und Erholungsanlage" mit "besonderer Unterschutzstellung der ökologisch wertvollen Ufergehölze". Derzeit sammelt die Initiative weiter Unterschriften, um tatsächlich einen Bürgerentscheid zu erwirken. Ein solcher Entscheid hätte die Wirkung eines Bezirksversammlungsbeschlusses, wäre also rechtlich bindend.
Gegen einen Bürgerentscheid ist die Eimsbütteler Bezirksversammlung: "Die Kosten dafür gingen in die Millionen", befürchtet Niels Böttcher (CDU), Vorsitzender der Versammlung. Böttcher bedauert zudem eine "unzureichende Gesprächsbereitschaft" der Bürgerinitiative. Deren Sprecher Duchrow erhebt den Vorwurf, dass die Behörden die Arbeit der Initiative behinderten: "Unsere Unterschriftenlisten müssen laut Gesetz auch in den Behörden ausgelegt werden. Im Eimsbütteler Bezirksamt liegen diese Listen jedoch in Schubladen und im Stellinger Ortsamt sogar im Tresor."