Hamburg. Die liberale Hoffnungsträgerin Katja Suding, Vorsitzende der FDP-Bürgerschaftsfraktion im Hamburger Rathaus, denkt über eine Kandidatur für den Landesvorsitz nach. "Bei mir ist es offen. Das ist eine der Optionen", antwortete Suding auf die Frage, ob sie antreten wolle.

Anfang April wählen die Elbliberalen einen neuen Vorstand. Noch hat sich die Parteivorsitzende Sylvia Canel nicht entschieden, ob sie erneut antreten will. Die Bundestagsabgeordnete gilt als geschwächt, seit sie bei der Nominierung der Bundestagskandidaten für die Wahl im Herbst durchfiel.

Hintergrund des sich abzeichnenden Streits um die Spitzenposition sind die internen Machtkämpfe der zurückliegenden Jahre. Dabei standen sich das Lager des früheren Landesvorsitzenden Rolf Salo, zu dem auch Suding gehört, und das Lager der beiden Hamburger Bundestagsabgeordneten Canel und Burkhardt Müller-Sönksen gegenüber.

Es gilt als sicher, dass das Suding-Lager eine Gegenkandidatur zu Canel aufbieten wird - wahrscheinlich Suding selbst. Falls sie doch verzichtet, wird der Bürgerschaftsabgeordnete Finn-Ole Ritter als Alternative gehandelt. "Ich werde mich bis Anfang nächster Woche entscheiden, ob ich antrete", sagte Ritter dem TV-Sender Hamburg 1. "Die internen Gespräche werden ergeben, welches Team sich dem Landesparteitag zur Wahl stellt", erklärten Suding und Ritter.